Barlach-Ausstellung in polnischer Partnerstadt Gryfice

Am 31. Mai öffnet in der Städtischen Galerie in Güstrows polnischer Partnerstadt Gryfice eine neue Ausstellung mit dem Titel „Ernst Barlach in Stettin“. Es handelt sich um eine Grafikausstellung, zu der die Stadt Gryfice / der Bürgermeister Andrzej Szczygiel und die Galeristin Angelika Harff aus Güstrow gemeinsam einladen. Die Ausstellung ist Teil eines Projektes, das die deutsch-polnischen Beziehungen auf kulturellem Gebiet fördert. Die Galeristin Angelika Harff und ihr Ehemann Jan Harff, die ihren Lebensmittelpunkt zurzeit in Stettin gefunden haben, wollen mit ihrem ganz persönlichen Beitrag eine Brücke der Freundschaft zwischen Deutschen und Polen bauen und zum weiteren Zusammenwachsen unter dem gemeinsamen europäischen Dach beitragen.

Die Exposition soll den Menschen in der Partnerstadt Gryfice einen kleinen Einblick in das Schaffen einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts geben: Ernst Barlach (1870-1938), der vor 100 Jahren Güstrow zu seinem Wohnort wählte. Eines seiner Werke, und das dürfte insbesondere interessant für unsere polnischen Nachbarn sein, verbindet Güstrow und Westpommern auf besondere Weise. Für den Friedhof in Stettin schuf der Künstler 1921 die Skulptur „Mutter Erde“ als Grabmahl für die Familie Biesel. Dieses Werk, von den Nationalsozialisten verfemt, wurde 1964 vom polnischen Staat als Geschenk nach Güstrow gegeben und steht heute im Skulpturenpark der Barlachmuseen auf dem ehemaligen Friedhof der Kapelle St. Gertruden.

Die Exposition gibt einen Einblick in Barlachs grafisches Werk und konzentriert sich dabei auf nach 1906 entstandene Arbeiten.
Eine kleine Delegation unter Leitung des stellvertretenden Stadtpäsidenten Dr. Friedhelm Böhm wird nach Gryfice reisen, um Grüße aus der Barlachstadt Güstrow zu überbringen.

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