Wismarer Geschichte im Schabbelhaus
Viele Mythen sind über den legendären Seeräuber Klaus Störtebeker bekannt – doch in Wismar sind seine Spuren sicher nachzuweisen: Im Wismarer Gerichtsbuch ist er erstmals namentlich erwähnt. Der Ausstellungsabschnitt zum mittelalterlichen Wismar zeigt, in was für einer Stadt Störtebeker lebte, womit die Kaufleute ihr Geld verdienten, welche Spuren die Wismarer hinterließen.
„Der Stadt Nahrung beruht auf dem Brauwerk“, schrieb der Wismarer Rat 1587. Prächtige Gebäude und deren wertvolles Inventar zeugen heute noch vom Reichtum der Wismarer Bürger im 16. Jahrhundert. Renaissance und Reformation sorgten für tiefgreifende Umbrüche in der städtischen Gesellschaft. Hinter der prachtvollen Fassade bürgerlichen Wohlstandes gewann der mecklenburgische Herzog als Landesfürst mehr und mehr Einfluss auf das Schicksal Wismars. Mit dem Einzug schwedischer Truppen 1632 begann die Wismarer Schwedenzeit. Als schwedische Besitzung wurde Wismar im 17./18. Jahrhundert immer wieder in die Auseinandersetzungen zwischen Schweden, Dänemark und den deutschen Ländern einbezogen. Schweden baute die Stadt zu einer der stärksten Festungen in Nordeuropa aus. Im zivilen Leben veränderte vor allem die Einrichtung des Königlich Hohen Tribunals die Stadt. Die zahlreichen Unterlagen dieses internationalen Gerichts liefern heute wertvolles Material zur Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte Wismars. Der Malmöer Pfandvertrag von 1803 regelte die Rückgabe Wismars von Schweden an Mecklenburg, erst seit 1903 gehört die Stadt wieder uneingeschränkt zu Mecklenburg.
Zu all diesen Namen und Ereignissen finden sich Zeugnisse in der Austellung zur Wismarer Geschichte im “Schabbelhaus”. Weitere Informationen: www.schabbelhaus.de.
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